46. GESCHÄFTSBERICHT

Jah­res­be­richt des CFO

VON: Urs Derungs

Rück­blick auf das Geschäfts­jahr 2025

Das Jahr 2025 war für uns ein sehr inten­si­ves und ereig­nis­rei­ches Jahr. Die ers­ten vier Mona­te ver­lie­fen plan­mäs­sig. Anfang Mai kam es jedoch in der Nacht von Frei­tag auf Sams­tag zu einem Brand in der Annah­me­hal­le. Dank des schnel­len und pro­fes­sio­nel­len Ein­grei­fens der Feu­er­wehr konn­te das Feu­er rasch unter Kon­trol­le gebracht und gelöscht wer­den. Per­so­nen kamen glück­li­cher­wei­se nicht zu Schaden.

Der Betrieb konn­te schnell wie­der auf­ge­nom­men wer­den: Bereits ab Mon­tag waren Anlie­fe­run­gen wie­der mög­lich. Für pri­va­te Anlie­fe­rer und Klein­kun­den wur­den im Aus­sen­be­reich pro­vi­so­risch zwei Con­tai­ner auf­ge­stellt. Die Annah­me­hal­le selbst stand jedoch bis Ende Jahr nicht mehr zur Ver­fü­gung. Der ver­si­cher­te Sach­scha­den kann der­zeit noch nicht abschlies­send bezif­fert wer­den; aktu­ell wird von rund CHF 1.90 Mio. aus­ge­gan­gen, wovon CHF 0.25 Mio durch die GEVAG über­nom­men wer­den musste.

Bereits im ers­ten Halb­jahr zeich­ne­te sich eine erfreu­li­che Ent­wick­lung des Unter­neh­mens­er­geb­nis­ses ab. Dank höhe­rer Erlö­se bei gleich­zei­tig im Rah­men des Bud­gets lie­gen­den Kos­ten dürf­te das Ergeb­nis deut­lich bes­ser als bud­ge­tiert aus­fal­len. Auch bei den gros­sen Inves­ti­ti­ons­pro­jek­ten zeig­te sich ein Trend zu Kos­ten­un­ter­schrei­tun­gen gegen­über dem Bud­get. Dadurch konn­ten im zwei­ten Halb­jahr geplan­te Dar­le­hens­auf­nah­men ver­mie­den werden.

Im August öff­ne­te die GEVAG wäh­rend zwei Tagen ihre Türen für die Bevöl­ke­rung. Rund 4’500 Besu­che­rin­nen und Besu­cher nutz­ten die Gele­gen­heit, einen Ein­blick in unse­re Anla­gen und Pro­zes­se zu erhal­ten. Die Rück­mel­dun­gen waren durch­wegs posi­tiv. Für die GEVAG war die­ser Anlass ein gros­ser Erfolg – ein Erfolg, der ohne den enga­gier­ten Ein­satz unse­rer Mit­ar­bei­ten­den nicht mög­lich gewe­sen wäre.

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Schritt war der erst­ma­li­ge ganz­jäh­ri­ge Trans­port von Tro­cken­schla­cke zur ZAV Recy­cling AG (ZAVRE) nach Hin­wil. Mit Elek­tro­last­wa­gen wur­den rund 26’000 Ton­nen Schla­cke zur Auf­be­rei­tung trans­por­tiert. Bei ZAVRE kön­nen rund 14% der ange­lie­fer­ten Schla­cke als Fremd­stof­fe wie Eisen, Edel­me­tal­le, Glas oder ver­schie­de­ne Nicht­ei­sen­me­tal­le zurück­ge­won­nen wer­den. Rund 86% der gelie­fer­ten Tro­cken­schla­cke wur­den anschlies­send wie­der über­nom­men und durch die GEVAG im Kan­ton Grau­bün­den deponiert.

Im Novem­ber infor­mier­te uns ZAVRE dar­über, dass sich die Markt­prei­se für die zurück­ge­won­ne­nen Fremd­stof­fe deut­lich bes­ser ent­wi­ckelt hat­ten als ursprüng­lich ange­nom­men. Dar­aus resul­tier­te eine zusätz­li­che, von uns nicht bud­ge­tier­te Ver­gü­tung in der Höhe von CHF 1.17 Mio., wel­che im Novem­ber und Dezem­ber an die GEVAG aus­be­zahlt wurde.

Die GEVAG hat ihr Fern­wär­me­netz im Jahr 2025 wei­ter aus­ge­baut und ins­ge­samt 39 Lie­gen­schaf­ten in Zizers, Igis und Land­quart neu ange­schlos­sen. Durch die Umstel­lung auf Fern­wär­me aus der ther­mi­schen Ver­wer­tung von Abfäl­len kön­nen drei gros­se Kun­den ihre CO2-Emis­sio­nen deut­lich redu­zie­ren und jähr­lich rund 470’000 Liter Heiz­öl-Äqui­va­lent einsparen.

Jah­res­er­geb­nis 2025 im Ver­gleich zum Budget

Im Bud­get wur­de mit einer Abfall­men­ge von 125’000 Ton­nen gerech­net. Effek­tiv wur­den im Berichts­jahr 2025 134’274 Ton­nen ange­lie­fert und davon 132’871 ener­ge­tisch genutzt. Zum Zeit­punkt der Bud­get­er­stel­lung im August 2024 war noch nicht abseh­bar, dass die umfang­rei­chen Inves­ti­tio­nen in die Leis­tungs­stei­ge­rung sowie in die Ener­gie­rück­ge­win­nung bereits Anfang 2025 zu einer posi­ti­ven Ent­wick­lung des Betriebs­er­trags füh­ren würden.

Auch im Bereich Wär­me­ver­kauf konn­ten höhe­re Ein­nah­men erzielt wer­den. Neben zusätz­li­chen ange­schlos­se­nen Kun­den wur­de auch eine höhe­re Wär­me­men­ge fakturiert.

Die gröss­te posi­ti­ve Abwei­chung gegen­über dem Bud­get wur­de im Bereich elek­tri­sche Ener­gie erzielt. Ins­ge­samt wur­den rund 11’000 MWh mehr Strom verkauft.

Abfall

Ener­gie

Erfolgs­rech­nung

Der Betriebs­er­trag lag mit CHF 32.62 Mio. um CHF 6.07 Mio. über dem bud­ge­tier­ten Wert.

Mit einem Unter­neh­mens­er­geb­nis von CHF 7.33 Mio. wur­de das Bud­get 2025 um CHF 6.86 Mio. übertroffen.

Der Pro­duk­ti­ons- und Sach­auf­wand lag um CHF 0.38 Mio. über dem Bud­get. Im Mai 2025 kam es zu einem Brand in der Annah­me­hal­le. Der Scha­den wur­de, abzüg­lich eines Selbst­be­halts und einer Zeit­wert­kor­rek­tur von CHF 0.25 Mio., durch Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen gedeckt. Zusätz­lich muss­te im Jahr 2025 eine nicht geplan­te Wert­be­rich­ti­gung auf Lager­tei­le in Höhe von CHF 0.19 Mio. vor­ge­nom­men werden.

Bei der Auf­be­rei­tung und Ent­sor­gung der Rest­stof­fe wur­de das Bud­get um CHF 1.48 Mio. unter­schrit­ten. Dies ist auf eine höhe­re Schla­cken­lie­fe­rung an ZAVRE/Hinwil sowie auf hohe Metall­gut­schrif­ten zurückzuführen.

Der Per­so­nal­auf­wand sowie die übri­gen betrieb­li­chen Auf­wen­dun­gen konn­ten unter dem bud­ge­tier­ten Wert abge­schlos­sen werden.

Eine Bud­get­über­schrei­tung ist bei den Abschrei­bun­gen auf Sach­an­la­gen ent­stan­den. Die höhe­ren Abschrei­bun­gen sind die Fol­ge der neu­en, ab Janu­ar 2025 gül­ti­gen Anla­gen­richt­li­nie, mit ergän­zen­den Anla­gen­grup­pen und kür­ze­ren Abschreibungszeiten.

Der Finanz­auf­wand ist um CHF 0.47 Mio. tie­fer aus­ge­fal­len. Für das Bud­get wur­de mit einer höhe­ren Zins­be­las­tung gerechnet.

Jah­res­er­geb­nis 2025 im Ver­gleich zum Vorjahr

Gegen­über dem Vor­jahr wur­den 8’119 Ton­nen mehr ange­nom­men. Die ener­ge­ti­sche Nut­zung stei­ger­te sich um 9’856 Ton­nen.

Bei der ver­kauf­ten Ener­gie ist der Fern­dampf auf Vor­jah­res­ni­veau. Die Zunah­me bei der Fern­wär­me mit 3’566 kWh ist auf die neu­en Anschlüs­se zurück­zu­füh­ren. Der Ver­kauf der elek­tri­schen Ener­gie erhöh­te sich eben­falls um 2’890 kWh.

Abfall

Ener­gie

Erfolgs­rech­nung

Das Geschäfts­jahr 2025 wur­de mit einem Unter­neh­mens­er­geb­nis von CHF 7.33 Mio. abge­schlos­sen. Gegen­über dem Vor­jahr ent­spricht dies einer deut­li­chen Ergeb­nis­stei­ge­rung von CHF 5.20 Mio.

Der Betriebs­er­trag konn­te gegen­über dem Vor­jahr um CHF 4.73 Mio. auf CHF 32.62 Mio. gestei­gert wer­den. Die­se Ent­wick­lung ist ins­be­son­de­re auf höhe­re Abfall­men­gen, gestei­ger­te Ener­gie­ver­käu­fe, höhe­re Ener­gie­prei­se sowie einen ins­ge­samt höhe­ren sons­ti­gen Ertrag zurückzuführen.

Die Sach­kos­ten für Pro­duk­ti­on, Depo­nie, Per­so­nal sowie die übri­gen betrieb­li­chen Auf­wen­dun­gen sind mit CHF 0.26 Mio. über dem Niveau des Vorjahres.

Im Geschäfts­jahr 2025 fan­den 6 Ver­wal­tungs­rats­sit­zun­gen, 2 Sit­zun­gen der Eig­ner­kom­mis­si­on sowie 33 Arbeits­grup­pen­sit­zun­gen statt. Die Arbeits­grup­pen beglei­te­ten unter ande­rem grös­se­re Investitionsprojekte.

Die Ent­schä­di­gun­gen für die Ver­wal­tungs­rats­tä­tig­keit sind im «Ent­schä­di­gungs­re­gle­ment für den Ver­wal­tungs­rat, die Geschäfts­prüfungs­kommission sowie Kom­mis­sio­nen der öffent­lich-recht­li­chen Anstalt GEVAG» gere­gelt. Ins­ge­samt wur­den an die 7 Ver­wal­tungs­rats­mit­glie­dern und den 3 Ver­tre­ter der Geschäfts­prüfungs­kommission (GPK) Ent­schä­di­gun­gen in Höhe von CHF 0.14 Mio. aus­be­zahlt. Ein­zel­ne Ver­wal­tungs­rats­mit­glie­der ver­tre­ten die GEVAG zudem in ande­ren Gesell­schaf­ten. Die ent­spre­chen­den Ent­schä­di­gun­gen wer­den direkt über die GEVAG mit den jewei­li­gen Unter­neh­men ver­rech­net und führ­ten im Berichts­jahr zu Ein­nah­men von CHF 0.02 Mio.

Das EBITDA erhöh­te sich um CHF 4.47 Mio. (+ 34.6%) auf CHF 17.38 Mio. Die EBIT­DA-Mar­ge beträgt 55.7% (Vor­jahr: 48.1%).

Die Abschrei­bun­gen auf Sach­an­la­gen sind mit CHF 8.54 Mio. gegen­über dem Vor­jahr um CHF 0.82 Mio. (- 8.8%) tie­fer aus­ge­fal­len. Im Ver­lauf des Jah­res wur­den sämt­li­che Inves­ti­ti­ons­pro­jek­te abge­schlos­sen und in der Anla­gen­buch­hal­tung akti­viert, wodurch neue Abschrei­bun­gen in Höhe von CHF 2.16 Mio. ent­stan­den. Gleich­zei­tig ent­fie­len Abschrei­bun­gen von CHF 2.98 Mio., da der Ofen­um­bau der Linie 2 aus dem Jahr 2004 inzwi­schen voll­stän­dig abge­schrie­ben wurde.

Das EBIT stieg damit auf CHF 8.85 Mio. und liegt CHF 5.29 Mio. (+ 60%) über dem Vorjahreswert.

Der Finanz­auf­wand erhöh­te sich um CHF 0.08 Mio. auf CHF 1.52 Mio.

Die ein­zel­nen Details kön­nen aus dem Finanz­be­richt ent­nom­men werden.