46. GESCHÄFTSBERICHT

Jah­res­be­richt der Geschäftsleitung

Von: Fran­çois Boone

Das Geschäfts­jahr 2025 war geprägt von einem sta­bi­len Anla­gen­be­trieb und einer hohen Ver­füg­bar­keit unse­rer Infra­struk­tur. Gleich­zei­tig konn­ten wir bedeu­ten­de Opti­mie­run­gen in Betrieb und Effi­zi­enz erfolg­reich umsetzen.

Nach den Jah­ren 2023 und 2024, die durch umfang­rei­che Aus- und Umbau­ar­bei­ten an der Anla­ge sowie der Erwei­te­rung der Depo­nie Cazis mit Inves­ti­tio­nen für alle Pro­jek­te von rund CHF 60 Mil­lio­nen geprägt waren, stand im Berichts­jahr die Kon­so­li­die­rung im Vor­der­grund. Pro­zes­se wur­den gezielt ange­passt und die Anla­ge wei­ter opti­miert. Sowohl der Anla­gen­be­trieb in Trim­mis als auch der Betrieb der Depo­nie in Unter­re­al­ta haben sich wei­ter ein­ge­spielt. Dies wider­spie­gelt sich auch in der neu­en Rekord­men­ge an ther­misch ver­wer­te­tem Abfall von 132’800 Ton­nen gegen­über bud­ge­tier­ten 125’000 Ton­nen. Auch die Schla­cken­lo­gis­tik zwi­schen der GEVAG in Trim­mis, der ZAV Recy­cling AG in Hin­wil, der Depo­nie Cazis in Unter­re­al­ta sowie der Depo­nie Plaun Grond in der Sur­sel­va, wel­che voll­um­fäng­lich mit elek­trisch betrie­be­nen LKW umge­setzt wird, läuft zuverlässig.

Die GEVAG erfüllt eine zen­tra­le und sys­tem­re­le­van­te Auf­ga­be für die Bevöl­ke­rung und Wirt­schaft im Kan­ton Grau­bün­den: Die siche­re, umwelt­ge­rech­te Ent­sor­gung von Abfäl­len, die Rück­ge­win­nung wert­vol­ler Metal­le aus der Ver­bren­nungs­schla­cke sowie die Rück­ge­win­nung wert­vol­ler regio­na­ler Energie.

Im Zuge der opti­ma­len ther­mi­schen Ener­gie­nut­zung wur­de selbst­ver­ständ­lich auch das Fern­wär­me­netz im Raum Zizers, Igis und Land­quart wei­ter aus­ge­baut. Ins­ge­samt konn­ten wir 39 Haus­an­schlüs­se rea­li­sie­ren, was rund 115 Wohn­ein­hei­ten ent­spricht. Jeder Fern­wär­me­kun­de ist für uns wich­tig und wert­voll. Jedoch spe­zi­ell an die­ser Stel­le möch­ten wir erwäh­nen, dass die Unter­neh­men CEDES AG mit ihrem mar­kan­ten Turm, die Curea Elek­tro AG und die Del­la San­ta Immo­bi­li­en AG an das Fern­wär­me­netz der GEVAG ange­schlos­sen wer­den konn­ten.

Auch die Pro­duk­ti­on elek­tri­scher Ener­gie konn­te auf­grund der höhe­ren Abfall­men­gen deut­lich gestei­gert wer­den. Die Erlö­se aus der Strom­ver­mark­tung ent­wi­ckel­ten sich sehr posi­tiv und lagen über den Erwar­tun­gen. Grün­de hier­für waren unter ande­rem der län­ge­re Aus­fall des Kern­kraft­werks Gös­gen sowie ein erhöh­ter Strom­be­darf im Som­mer für Kühl­leis­tung.

Die Welt braucht Res­sour­cen, eine Res­sour­ce sind Metal­le. Mit dem Umbau auf einen Schla­cken­tro­cken­aus­trag sowie der inten­si­ven Auf­be­rei­tung der Schla­cke in der Gemein­schafts­an­la­ge ZAV Recy­cling AG (ZAVRE) in Hin­wil (ZH) gelang es deut­lich mehr wert­vol­le Metal­le in Form von Alu­mi­ni­um, Kup­fer, aber auch Edel­me­tal­le zurück­zu­ge­win­nen. Zusätz­lich pro­fi­tier­ten wir von stei­gen­den Markt­prei­sen für Bunt­me­tal­le, was zu über­durch­schnitt­li­chen Rück­ver­gü­tun­gen führ­te.

Neben den posi­ti­ven Ent­wick­lun­gen gab es auch Her­aus­for­de­run­gen: Im Mai kam es zu einem Brand in der Annah­me­hal­le für Hand­ab­la­der. Dies führ­te dazu, dass betrof­fe­ne Kun­den ihre Fahr­zeu­ge für den Rest des Jah­res im Frei­en via Mul­den-Pro­vi­so­ri­en ent­la­den muss­ten und es dadurch auch Ein­schrän­kun­gen bei Anlie­fe­run­gen von Keh­richt­fahr­zeu­gen verursachte.

Dienst­ju­bi­lä­en

Im Berichts­jahr 2025 konn­ten drei Dienst­ju­bi­lä­en gefei­ert wer­den. So durf­ten wir Mar­cel Fausch zu sei­nem 30-jäh­ri­gen, Han­nes Glo­or und Ron­ny Lostuz­zo zum 10-jäh­ri­gen Dienst­ju­bi­lä­um gra­tu­lie­ren. Zu Ron­ny dür­fen wir noch anmer­ken, dass er in zwei­ter Gene­ra­ti­on bei uns arbei­tet. Schon sein Vater war bei uns in der glei­chen Funk­ti­on wäh­rend 19 Jah­ren tätigt.

Für die geleis­te­te Arbeit sowie die Treue, Loya­li­tät und den ste­ti­gen Ein­satz wäh­rend den letz­ten Jah­ren, um die GEVAG wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, dan­ke ich ganz herzlich. 

Marcel Fausch

Mar­cel Fausch (30 Jahre)

Hannes Gloor

Han­nes Glo­or (10 Jahre)

Ronny Lostuzzo

Ron­ny Lostuz­zo (10 Jahre)

Wei­ter­bil­dung Heizwerkführer

Otmar Bärtsch in der Funk­ti­on als Betriebs­lei­ter und Adnan Kara­ba­sic in der Funk­ti­on als Schicht­lei­ter absol­vier­ten die höhe­re Fach- und Berufs­prü­fung zum Heiz­werk­füh­rer mit eid­ge­nös­si­schem Fach­aus­weis mit Erfolg. Wir gra­tu­lie­ren Otmar und Adnan zur erfolg­reich bestan­de­nen Berufs­prü­fung herzlich.

Diplom­über­ga­be an Otmar Bärtsch (Mit­te)

Adnan Karabasic

Diplom­über­ga­be an Adnan Kara­ba­sic (Mit­te)

Wei­ter­bil­dung KVA-Grundkurs

Im ver­gan­ge­nen Jahr haben drei Per­so­nen, den durch den Ver­band der Betrei­ber Schwei­ze­ri­scher Abfall­ver­wer­tungs­an­la­gen (VBSA) orga­ni­sier­ten ein­wö­chi­gen KVA-Grund­kurs, besucht.

Dani­el Kirch­ner, Beat Vin­cenz und Mari­us Zarn konn­ten die­se Aus­bil­dung mit einer Prü­fung erfolg­reich abschliessen.

Voll­be­set­zung

Der Fach­kräf­te­man­gel ist in vie­ler Mun­de. Im Lau­fe das Berichts­jah­res konn­ten alle unse­re plan­mäs­si­gen Abgän­ge zeit­nah wie­der ersetzt wer­den. Ende Jahr arbei­te­ten ins­ge­samt 49 Mit­ar­bei­ter (47.1 Voll­zeit­stel­len) sowie drei Ler­nen­de bei der GEVAG, was einer Voll­be­set­zung entspricht.

Öffent­lich­keits­ar­beit und Nachhaltigkeit

GEVAG fei­er­te im Berichts­jahr die 50-jäh­ri­ge Inbe­trieb­nah­me der Anla­gen. Auch die benach­bar­te Recy­cling­fir­ma ELREC AG konn­te in die­sem Jahr ihre 80-jäh­ri­ge Fir­men­grün­dung fei­ern. Aus die­sem Grund führ­ten wir gemein­sam am Wochen­en­de vom 16. und 17. August 2025 Tage der offe­nen Tür durch.

Zusam­men durf­ten wir auf erfolg­rei­che Tage der offe­nen Tür zurück­bli­cken, an denen wir rund 4’500 Besu­che­rin­nen und Besu­cher begrüs­sen durf­ten, die zugleich die Gele­gen­heit nutz­ten, hin­ter die Kulis­sen der GEVAG und der ELREC AG zu schau­en. Der gemein­sa­me Anlass zum 50- und 80-Jahr-Jubi­lä­um stiess auf gros­ses Inter­es­se. Mit wert­vol­len Begeg­nun­gen, viel Wis­sens­ver­mitt­lung und guter Stim­mung. Die Bevöl­ke­rung erhielt exklu­si­ve Ein­bli­cke und konn­te die Welt der Abfall­ver­wer­tung und des Recy­clings aus nächs­ter Nähe erle­ben. Zu erfah­ren war auch, wel­che Pro­duk­te die gros­sen Ener­gie­be­zü­ger der GEVAG her­stel­len, die ther­mi­sche Ener­gie in ihrer Pro­duk­ti­on ein­set­zen.

So zeig­te bei­spiels­wei­se die Papier­fa­brik Land­Qart® AG ihre High­tech-Pro­duk­te im Bereich Sicher­heits­pa­pier, aus dem Päs­se, Aus­wei­se und vor allem Bank­no­ten her­ge­stellt wer­den.

Die eben­falls in Land­quart ansäs­si­ge Emmi Käse AG nutzt den heis­sen Dampf der GEVAG zur Pro­duk­ti­on von Raclette-Käse. Den Besu­che­rin­nen und Besu­chern wur­de eine ordent­li­che Por­ti­on des in Land­quart pro­du­zier­ten Raclette-Käses ange­bo­ten. Davon wur­de aus­gie­big Gebrauch gemacht.

Bei som­mer­li­chem Wet­ter mit kur­zer Gewit­ter­ein­wir­kung war der Besu­cher­an­drang gross. Beson­ders beliebt waren die Rund­gän­ge und das Rät­sel­spiel für Kin­der. Die Fest­wirt­schaft und das Kin­der­pro­gramm mit Hüpf­burg, Sand­kas­ten und Klet­ter­wand sorg­ten für aus­ge­las­se­ne Stim­mung auf dem Gelän­de. Die direk­te Begeg­nung mit der Bevöl­ke­rung war für uns ein High­light.

Der Tag der offe­nen Tür war für bei­de Unter­neh­men ein vol­ler Erfolg und ein star­kes Zei­chen für regio­na­le Zusam­men­ar­beit, Umwelt­bil­dung und geleb­te Kreislaufwirtschaft.

Dank

Die­ses erfolg­rei­che Jahr kam natür­lich auch auf­grund unse­rer Mit­ar­bei­ter zustan­de, die 365 Tage und 24 Stun­den für ein sau­be­res und nach­hal­ti­ges Grau­bün­den im Ein­satz ste­hen. Ich möch­te dar­um ein herz­li­ches Dan­ke­schön an unse­re Mit­ar­bei­ten­den rich­ten. Auch der Betriebs­kom­mis­si­on, die als Bin­de­glied zwi­schen der Beleg­schaft und der Geschäfts­leitung wirkt, mei­nen bei­den Mit­strei­tern in der Geschäfts­leitung, dem Ver­wal­tungs­rat, der Geschäfts­prüfungs­kommission, den Trä­ger­ge­mein­den, der Revi­si­ons­ge­sell­schaft RRT, den Abfall­ver­bän­den des Kan­tons Grau­bün­den sowie den Behör­den, dem Amt für Natur und Umwelt (ANU), unse­rer Stand­ort­ge­mein­de Trim­mis sowie Cazis als Stand­ort­ge­mein­de der Depo­nie sei ein gros­ser Dank für die gute und ziel­ge­rich­te­te Zusam­men­ar­beit ausgesprochen.